Fragen und Antworten

Wir haben die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema e-troFit für Sie zusammengestellt.

Wir legen Wert darauf, Ihr e-troFit-Fahrzeug genau an Ihre Anforderungen anzupassen. Deshalb beraten wir Sie persönlich ausführlich zu Ihren konkreten Fragestellungen. Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!


Die Umrüstung

Wie lange dauert die Umrüstung und wie läuft sie ab?

Die e-troFit-Umrüstung findet in zwei Phasen statt:

1. Analysephase

Zunächst prüfen wir, ob die umzurüstenden Fahrzeuge technische Besonderheiten aufweisen. Zudem werden die Bedingungen analysiert, unter denen das Fahrzeug später fahren soll (Streckenlängen, Streckenprofile, Umlaufzeiten, Ladepunkte usw.).

Anhand dessen ergibt sich die konkrete Auslegung hinsichtlich Reichweite, Batteriekapazität und einigen anderen Eigenschaften. Je nach Aufwand dauert diese Analysephase ca. 3-6 Monate.

2. Umrüstung

Erst für die eigentliche Umrüstung muss das Fahrzeug in eine der Partnerwerkstätten gebracht werden. Die Umrüstung dauert (Verfügbarkeit aller Komponenten vorausgesetzt) ca. 4 Wochen.

Welche Reichweite hat ein umgerüsteter Bus?

Die Batteriekapazität und damit die Reichweite des Busses passen wir individuell an die Anforderungen des Betreibers an. Für den Linienbetrieb im ÖPNV sind dabei in der Regel Reichweiten von 200-250km ausreichend und auch realisierbar.

Welche Komponenten werden bei der Umrüstung ausgetauscht?

Antriebsstrang und Batterie Dieselmotor, Getriebe und Antriebsachse werden entfernt. Für den Elektroantrieb wird eine neue Antriebsachse eingebaut, hierfür kommt bei Stadtbussen eine elektrische niederflurige Portalachse von ZF (AVE130) zum Einsatz. Diese verfügt über zwei radnahe Elektromotoren. Die Batterie wird in den neu gewonnen Bauräumen (Motorraum) verbaut. Bei Bedarf kann zusätzliche Batteriekapazität auf dem Dach installiert werden.

Nebenaggregate Alle bislang vom Verbrennungsmotor angetriebenen Nebenaggregate wie Klimaanlage, Luftkompressor, Pumpen und Kühler werden entfernt und durch elektrisch angetriebene Komponenten ersetzt. Eine optimale Steuerung, die das Zusammenspiel dieser Komponenten übernimmt, garantiert dabei einen möglichst energieeffizienten Betrieb.

Fahrerplatz Am Fahrerplatz wird ein Zusatzdisplay verbaut, welches dem Fahrer Informationen zum Fahrzeugzustand, Ladestand und eventuelle Fehler anzeigt.

Welche Antriebstechnik kommt zum Einsatz?

In Stadtbussen kommt die Elektroportalachse AxTrax Ave von ZF zum Einsatz: Der Antrieb erfolgt pro Rad durch einen kompakten, hochtourigen und flüssigkeitsgekühlten Asynchronmotor, so dass das Achsgewicht einschließlich der integrierten Motoren gering bleibt. Die maximale Motorleistung liegt bei 250 Kilowatt und einem maximalen Drehmoment von 22.000 Newtonmetern.

Weil weder ein separater Motor noch eine Gelenkwelle nötig sind, verringern sich Platzbedarf und das Fahrzeuggewicht. Der so gewonnene Platz ermöglicht den Einbau einer stärkeren Batterie oder die Optimierung des Fahrzeuginnenraums, um mehr Fahrgäste befördern zu können. Der Einsatz der AxTrax Ave erfordert keine speziellen Radkomponenten. So können die auch in herkömmlichen Bussen verwendeten Reifen-Felgen-Kombinationen ebenso wie Standard-Scheibenbremsen verwendet werden. Die Bremsen werden in gleicher Position wartungsfreundlich verbaut wie bei den Standardachsen.

Welche Batterietechnik wird verwendet?

e-troFit hat ein modulares Batteriemodul auf Basis von Lithium-Ionen-Batterien entwickelt. Das einzelne Modul hat dabei eine Kapazität von 60kWh, mehrere dieser Module können parallel verschaltet werden, um die gewünschte Kapazität zu erreichen.

Andere Themen

Wie wird das Fahrzeug nach der Umrüstung zugelassen?

Wir übernehmen die Straßenzulassung für Sie - das mit dem e-troFit Kit umgerüstete Fahrzeug wird von uns betriebsbereit und mit Straßenzulassung übergeben.

Wo werden Umrüstung und Service für den e-troFit Bus durchgeführt?

e-troFit hat eine Preferred Partnership mit ZF abgeschlossen: ZF ist Serienlieferant für die Antriebskomponenten und stellt zudem auch das Werkstattnetz für die Umrüstung von Bussen zur Verfügung. Dank dieser Partnerschaft können wir ausreichend Umrüstkapazität sicherstellen und Umrüstungen in den lokalen Werkstätten von ZF durchführen. Da die Umrüstung eine große Herausforderung im Bezug auf technisches Know-How darstellt, werden die Werkstätten sorgfältig geprüft und demnach ausgesucht.

Darüber hinaus steht das weltweite Servicenetz der ZF-Gruppe zur Verfügung, um eine optimale und kundenorientierte Wartung des Umrüstkits sicherzustellen.

Gibt es staatliche Förderungen für die Umrüstung?

In Deutschland profitieren kommunale Betreiber von Bussen vom Sofortprogramm „Saubere Luft 2017-2020“ der Bundesregierung: Dieses Förderprogramm stellt 350 Millionen Euro für die Elektrifizierung des städtischen Verkehrs bereit. Dabei sind auch Umrüstmaßnahmen an bestehenden Bussen förderfähig!

Auch in Österreich und anderen Ländern existieren Förderprogramme, welche auch für Umrüstungen gültig sind. Wir beraten Sie gerne zu den konkreten Gegebenheiten an Ihrem Standort.

Welche Ladekonzepte sind möglich?

Mit e-troFit ist sowohl das sogenannte Depotladen über Nacht als auch Opportunity Charging während des laufenden Betriebs (z.B. an der Endhaltestelle) möglich.

Welche Methode im Einzelfall sinnvoll und wirtschaftlich ist, hängt von den konkreten Streckenlängen und Fahrplänen des Betreibers ab. Wir prüfen diese Voraussetzungen im Rahmen der Analysephase und entwickeln ein geeignetes Ladekonzept.

Wenn Opportunity Charging gewählt wird, lässt sich auch das einfache und schnelle Laden über Pantograph realisieren.

Woher bekommt man als Betreiber die notwendige Ladeinfrastruktur?

Im Rahmen der Analysephase suchen wir das passende Ladekonzept aus. Wir beraten und unterstützen unsere Kunden anschließend bei der Auswahl und Installation passender Ladeinfrastruktur und projektieren diese bei Bedarf auch.